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rene 99ef3b7e3e Deckel: Spruchband statt Signet, weil die Zeichnung als Relief durchfaellt
Naheliegend waere gewesen, das Siegel der Kartenrueckseite auch auf den Deckel
zu heben. Es faellt durch, und zwar nachgemessen mit relief_pruefen.py: Auf die
volle Deckelbreite von 140,5 mm gelegt sind 54,4 Prozent seiner schwarzen
Formen schmaler als 1,35 mm und 29,8 Prozent der Zwischenraeume enger. Groesser
machen hilft nicht — bei 200 mm sind es noch 38 Prozent, bei 400 mm 12. Uebrig
bleibt, was gross und flaechig ist: das Band mit dem Schriftzug.

DECKEL_MOTIV waehlt jetzt zwischen "banner", "signet" und "keins". Vorgabe ist
das Banner, 131 x 48 mm, 1,2 mm tief eingesenkt, mit ausgespartem Schriftzug in
22,4 mm Versalhoehe. Die Buchstaben stehen dadurch auf Deckelhoehe.

WARUM ROCKWELL UND NICHT TIMES
Serifenschriften mit Haarstrichen fallen aus. Auf 88 mm Zugbreite normiert
verliert Times New Roman Bold 20,1 Prozent seiner Flaeche unter 1,35 mm,
Georgia Bold 21,7, Herculanum 72. Rockwell ist eine Egyptienne — Serifen, aber
gleichmaessiger Strich — und kommt auf 0,4. Arial Black und Tahoma Bold hielten
ebenfalls, passen aber nicht zum Rest.

Der Umweg ueber makeOffset2D, um Times nachtraeglich aufzufuettern, fuehrte zu
nichts: Die Buchstaben-Faces lassen sich damit nicht versetzen, weder als Face
noch als Wire. Die Schrift zu wechseln war ohnehin die ehrlichere Antwort.

DIE SCHRIFTBREITE BESTIMMT DAS BAND, NICHT UMGEKEHRT
Der erste Entwurf setzte das Band auf 120 mm und die Schrift auf das, was
hineinpasste — 78 mm. Damit fiel Rockwell mit 3,6 Prozent durch, weil die
Versalhoehe auf 18 mm sank. Erst ab rund 86 mm haelt es. Mittelfeld und
Gesamtbreite sind jetzt aus BANNER_SCHRIFT_B gerechnet.

Aus demselben Grund steckt die spaetere Vergroesserung ueberwiegend in der
Schrift und nicht in der Feldhoehe: Der Deckel deckelt die Breite, und ein
hoeheres Feld bei gleicher Schrift macht aus dem Band einen Klotz mit einem
kleinen Wort darin. Versalhoehe rund 62 Prozent der Feldhoehe.

banner_pruefen.py misst das nach. Es baut dieselbe Geometrie, die auch in den
Deckel geschnitten wird — Schachtel.py wird mit NUR_LADEN ausgefuehrt, statt
die Konstruktion ein zweites Mal zu beschreiben — rastert sie und misst mit
derselben Oeffnung wie relief_pruefen.py. Die Messung braucht numpy und Pillow,
deshalb liegt sie daneben und nicht im Makro, das mit FreeCAD-Bordmitteln
auskommen soll.

Auf die Bandzeile allein darf man dabei nicht sehen: Im Bandmass zaehlt die
ganze Flaeche ausserhalb des Bandes als Zwischenraum mit und verduennt die
engen Stellen zwischen den Buchstaben. Der Schriftzug wird getrennt gemessen
und ist der strengere Wert.

Der Passungstest bleibt unberuehrt — die Ecke liegt bei y 0 bis 45, das Banner
bei y 49 bis 97. TESTDRUCK steht weiter auf True, das Spiel ist noch ungemessen.
2026-08-05 20:07:45 +02:00
druck Kartenrueckseite: das Siegel, plus ein Passerbogen 2026-08-05 20:02:48 +02:00
schachtel Deckel: Spruchband statt Signet, weil die Zeichnung als Relief durchfaellt 2026-08-05 20:07:45 +02:00
.gitignore Spielschachtel als parametrisches FreeCAD-Makro 2026-08-04 20:05:53 +02:00
ARCHITEKTUR.md Tischaufbau aus Playtest 1 + Tafel mit Zeitleiste 2026-08-02 16:32:20 +02:00
DESIGN-LOG.md Tischaufbau aus Playtest 1 + Tafel mit Zeitleiste 2026-08-02 16:32:20 +02:00
KARTEN.md Tischaufbau aus Playtest 1 + Tafel mit Zeitleiste 2026-08-02 16:32:20 +02:00
README.md Nachdruckbogen entfernt 2026-08-02 19:59:03 +02:00
REGELN.md Tischaufbau aus Playtest 1 + Tafel mit Zeitleiste 2026-08-02 16:32:20 +02:00

KALKÜL

Ein Kartenspiel für 24 Personen, 2040 Minuten je nach Länge. Gewonnen wird durch Vorausdenken und Menschenkenntnis — nicht durch Würfelglück.

Designziele

Ziel Wie es erreicht wird
Kein Blattglück Alle starten mit identischen Karten. Kein Nachziehstapel, keine Würfel.
Gegner lesen Alle verbrauchten Karten liegen offen. Du weißt immer, was dein Gegner noch hat — nur nicht, was er als Nächstes tut.
Aufbau / Motivation Dauerhafte Verbesserungen verwandeln das symmetrische Startdeck ab Akt II in eine eigene Maschine.
Unerwartete Wendungen Wendungskarten kippen die Regeln — aber immer einen Akt im Voraus sichtbar. Überraschung entsteht aus der Kombination, nicht aus verstecktem Zufall.
Echte Festlegung Ortsmarken: Du legst dich auf deine Orte fest, bevor irgendjemand etwas sieht. Kein Umschwenken im letzten Moment.
Erweiterbar Fünf Steckplätze, fester Kern. Länge und Komplexität sind unabhängig einstellbar.
Überall spielbar 62 Karten, 24 Ortsmarken, eine Tafel und eine Handvoll Bohnen. Passt in die Jackentasche.

Der Kern in vier Sätzen

In der Mitte liegt eine Reihe von Orten, jeder mit einem Wert auf seiner Leiste. Wer einen Ort erobert, kassiert entsprechend — und ein Ort, den niemand nimmt, wächst jede Runde weiter.

Jede Runde legst du verdeckt zwei Gefolgekarten und dazu zwei Ortsmarken, die bestimmen, wohin sie gehen.

Aufgedeckt wird in zwei Zügen: erst die Ortsmarken — jetzt weiß jeder, wer wohin geht — dann die Karten. Der Moment dazwischen ist der beste des Spiels.

Alle vier Runden beginnt ein neuer Akt, und eine Wendung, die du schon vier Runden lang kommen sahst, tritt in Kraft und bleibt bis zum Schluss.

Sofort losspielen

Ausdrucken, ausschneiden, spielen. Einmal drucken reicht für vier Personen. Anleitung: druck/DRUCKEN.md.

Im Druckdialog 100 % / „Tatsächliche Größe" wählen — nicht „An Seite anpassen".

Dateien

  • REGELN.md — vollständige Spielregeln v0.3
  • KARTEN.md — alle Karten als Textliste
  • ARCHITEKTUR.md — Steckplätze, Kompatibilitätsvertrag, Erweiterungen
  • DESIGN-LOG.md — Entscheidungen, Playtest-Ergebnisse, offene Punkte
  • druck/ — die beiden Generatoren, die alle PDFs erzeugen
  • druck/BILD-PROMPTS.md — 38 fertige Prompts, um die Karten von einem Bildmodell illustrieren zu lassen

Status

v0.3 — druckfertig, eine komplette Partie gespielt. Der erste Playtest lief durch, war aber flach und hakelig; v0.3 ist die Antwort darauf. Was genau geändert wurde und warum, steht im DESIGN-LOG.

Grafik und Kartengestaltung kommen erst, wenn das Spiel funktioniert — die aktuellen Vorlagen sind bewusst schmucklos und nur auf Lesbarkeit am Tisch getrimmt.